Êzîdîname ist ein länderübergreifendes Projekt der Stelle für Jesidische Angelegenheiten, das vom Auswärtigen Amt gefördert wird. Das Ziel ist nicht nur Vernetzung der jesidischen Gemeinden weltweit, allen voran in der Bundesrepublik Deutschland, in Georgien und in Armenien, sondern auch eine stete Berichterstattung über jesidisches Leben und das Jesidentum.Êzîdîname erklärt und klärt auf über diese alte Gemeinschaft, deren Wurzeln dem antiken Mesopotamien, dem Zweistromland und der Wiege der Zivilisation entspringen.Die Jesiden in Georgien lebt seit über 150 Jahren in einem mehrheitlich christlich geprägten Land. Viele Jesiden flohen im 19. Jahrhundert aus dem Osmanischen Reich dorthin, um religiöser Verfolgung zu entkommen. Georgien wurde zu einem wichtigen Zentrum jesidischer Bildung: Hier entstanden die erste theologische Akademie sowie Forschungs- und Kultureinrichtungen. Ein sichtbares Zeichen dieses religiösen Aufbruchs ist der 2015 eröffnete Tempel in Tiflis – Ausdruck lebendigen Glaubens und kultureller Selbstbehauptung.