Unsere Vision

Ganzheitliches Tierheimprojekt in Kurdistan/Nordirak

Im Nordirak – insbesondere in der Autonomen Region Kurdistan – fehlt es bis heute an nachhaltigen Strukturen im Tierschutz. Straßentiere, vor allem Hunde, sind häufig Gewalt, systematischen Tötungen und gesellschaftlicher Ablehnung ausgesetzt.Kastrationsprogramme, tierärztliche Versorgung und Schutzunterkünfte existieren kaum oder nur vereinzelt. Tiere werden nicht als schützenswerte Geschöpfe wahrgenommen, sondern oft als Bedrohung.Gleichzeitig lebt in dieser Region eine der verletzlichsten Bevölkerungsgruppen unserer Zeit: Jesidische Frauen, Überlebende des Völkermords von 2014.Der Völkermord an den Jesiden wurde international als Genozid anerkannt. Tausende Frauen wurden verschleppt, versklavt, misshandelt. Viele von ihnen leben bis heute mit schweren Traumata, ohne Zugang zu stabiler Arbeit, gesellschaftlicher Teilhabe oder langfristiger Perspektive.Unser Projekt verbindet beide Realitäten – und schafft daraus einen Ort der Heilung.

Ein Tierheim als Schutz- und Bildungsort

Geplant ist der Aufbau eines Tierheims nach deutschem Vorbild in der Autonomen Region Kurdistan. Dieses Tierheim versteht sich nicht nur als Zufluchtsort für Straßentiere, sondern als ganzheitliches Modellprojekt für:- Tierschutz und medizinische Versorgung - Frauenförderung und psychosoziale Stabilisierung - Empathiebildung für Kinder und Jugendliche - Interkulturellen Dialog und friedliches Zusammenleben.Das Tierheim wird:- Straßentiere aufnehmen, medizinisch versorgen, kastrieren und – sofern möglich – verantwortungsvoll vermitteln, - mindestens fünf jesidischen Frauen eine geregelte, sinnstiftende Tätigkeit ermöglichen, - mit Schulen der Region kooperieren, um durch Exkursionen und Workshops Mitgefühl, Respekt und Gewaltprävention zu fördern.

Arbeit als Weg zur Heilung

Das Projekt setzt bewusst auf tiergestützte Arbeit als stabilisierendes Element. Die tägliche Versorgung der Tiere – Füttern, Pflegen, medizinische Betreuung, Training – schafft:- Struktur und Verlässlichkeit- Verantwortungsgefühl und Selbstwirksamkeit- emotionale Bindung und Vertrauen.Viele traumatherapeutische Ansätze zeigen, dass die Arbeit mit Tieren Ängste reduzieren, Bindungsfähigkeit stärken und innere Stabilität fördern kann.Für jesidische Überlebende entsteht hier ein geschützter Raum, in dem sie nicht auf ihre Opferrolle reduziert werden, sondern als kompetente, handelnde Frauen wirken.Das Jesidentum ist eine naturnahe Religion, in der alles Leben als heilig gilt. Die aktive Rolle der jesidischen Frauen verbindet spirituelle Werte mit praktischer Fürsorge – und schafft einen positiven kulturellen Impuls in einer Region, in der Tiere bislang wenig Schutz erfahren.

Bildungsarbeit: Empathie als gesellschaftliche Prävention

In Kooperation mit lokalen Schulen sollen Kinder und Jugendliche das Tierheim regelmäßig besuchen.Geplant sind:- altersgerechte Workshops zum respektvollen Umgang mit Tieren - Aufklärung über Kastration, Hygiene und Verantwortung - Begegnungsangebote mit sozialisierten Tieren - Gespräche über Mitgefühl und Gewaltprävention.Gewalt gegen Tiere ist häufig ein früher Ausdruck allgemeiner Gewaltbereitschaft.Durch frühzeitige Bildung und positive Erfahrungen soll Empathie gefördert und ein neues gesellschaftliches Bewusstsein geschaffen werden.

Warum ganzheitlich?

Menschen, Tiere und Gemeinschaften sind miteinander verbunden. Wenn wir Leid verringern und Perspektiven schaffen, entsteht nachhaltige Veränderung für alle.Dieses Projekt ist mehr als eine Tierschutzinitiative. Es ist ein Raum, der Würde für Überlebende, ein Schutzort für Tiere, ein Lernort für Kinder, ein gesellschaftlicher Impuls für Mitgefühl und Verantwortung schafft. In einer Region, die jahrzehntelang von Gewalt geprägt war, entsteht hier ein Ort, der auf Fürsorge, Respekt und Hoffnung basiert – als Keimzelle einer friedlicheren Zukunft.

Spendenkonto

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